Ausbildungsinhalte 1. Studienjahr


1. Semester

Schwerpunkt: Handwerklich-gestalterischer Bereich

 

Figurenherstellung (Menschenfiguren) 

  • Ziele
    Die Studierenden sind fähig, verschiedene Figuren in unterschiedlichen Techniken selber herzustellen. Sie können die erworbenen Fertigkeiten weiter vermitteln.
  • Inhalte
    Herstellung von menschlichen Figuren, Vielfalt der Figurenarten, Reflektieren über Ausdruck und Wirkung von Figuren.


Figurenspiel

  • Ziele 
    Die Studierenden kennen verschiedene Möglichkeiten im Spiel mit Figuren, die auch im (pädagogischen) Alltag eingesetzt werden können. Sie können mit improvisiertem Spielmaterial und mit Handpuppen einfache Szenen spielen und dabei Sprache im Spiel integrieren. Die Studierenden können durch Spielimpulse zum Spiel mit Figuren anregen.
  • Inhalte
    Spielimprovisation mit verschiedenen Materialien und Gegenständen sowie Handpuppen, Elementare Grundlagen zum Gestalten von Szenen, Figurenführung, Animation, Spielpräsenz.

 

Märchen 

  • Ziele
    Die Studierenden kennen die Bedeutung der Symbole und der archetypischen Figuren im Volksmärchen. Sie erkennen die Widerspiegelung von Lebensthemen in den Märchen und wissen um deren Wirkung auf den Menschen. Die Studierenden sind fähig, Märchen vorzubereiten und zu erzählen.
  • Inhalte
    Herkunft und Wesen der Volksmärchen. Die bildhafte Symbolsprache. Der Entwicklungsweg der Hauptfigur. Menschenbild und Weltbild im Märchen. Die persönliche Erzählsprache finden.


Entwicklungspsychologie 

  • Ziele
    Die Studierenden kennen die Bedeutung der Sinneswahrnehmung für die Entwicklung der Kommunikation, des Aufbaus von Begriffen und des Denkens von Kindern. Entwicklungsverläufe und Entwicklungsschwierigkeiten sind bekannt. Das Repertoire an Fördermöglichkeiten ist erweitert.

    Die Studierenden kennen die Zusammenhänge zwischen Bindungserfahrungen, motivationaler und emotionaler Entwicklung und der Entwicklung des Selbstkonzepts. Verschiedene Aspekte des Selbstkonzepts von Kindern können erkannt und verstanden werden.

    Die Studierenden können ihre Überzeugungen zur Bedeutung des Spielens in der aktuellen entwicklungspsychologischen Diskussion situieren und begründen. Wichtige Ergebnisse der neueren Forschung zur Entwicklung des Spielverhaltens sind bekannt.
  • Inhalte
    Entwicklung der Wahrnehmung. Motivationale und emotionale Entwicklung. Entwicklung des Spielens.

 

Farben und ihre Bedeutung 

  • Ziele
    Die Studierenden sind sich bewusst, welche Wirkung die Farben im Zusammenhang mit dem Figurenbau und der Bühnenausstattung hat. Die Ausgestaltung der Figuren wird hinsichtlich der Farbgebung (Bemalung und Kleidung) sensibilisiert.
  • Inhalte
    Das Wesen der Farben erleben, erfahren, erkennen. Bewusste Auswahl der Farben beim Malen und Gestalten der Kleidung der Figuren.

 

Anatomie

  • Ziele
    Die Studierenden haben Kenntnis über relevante anatomische Strukturen, die sie auch bei der Figurenherstellung umsetzen können.
  • Inhalte
    Anatomie des Bewegungsapparates, Gesichtsmuskulatur, Mimik

2. Semester

Schwerpunkt: Pädagogisch-psychologischer Bereich 

 

Figurenherstellung (Tierfiguren) 

  • Ziele
    Die Studierenden sind fähig, die Form und die charakteristischen Merkmale eines Tieres zu analysieren und das Wesentliche beim Herstellen einer Tierfigur umzusetzen. Sie kennen verschiedene Herstellungsmöglichkeiten und die entsprechenden Materialien für das Modellieren.

  • Inhalte
    Typische Formen und Merkmale von Tieren. Geeignete Materialien und Techniken für das Modellieren von Tierfiguren. Spieltechniken, die dem Charakter von Tierfiguren entsprechen.

 

Figurenspiel/Figurentheater

  • Ziele
    Die Studierenden kennen verschiedene Spielformen für das Figurentheater und sind sensibilisiert für die Wechselwirkungen von Spannung, Aktion und Ruhe. Sie entwickeln durch Improvisation ihre Spielpräsenz und können kleine Geschichten, Lieder und Szenen im Spiel umsetzen und dabei Spiel und Sprache verbinden. Sie können den Kontakt zu Zuschauern aufnehmen und vertiefen.

  • Inhalte
    Spielpräsenz. Improvisation von Spielsequenzen. Gestalten einer Atmosphäre für das Spiel. Spielformen des Objekt- und Figurentheaters. Sprechen der Figuren im Spiel.


Märchen
 (Tiere, Tiersymbolik)

  • Ziele
    Die Studierenden sind sensibilisiert in der Wahrnehmung der Erscheinungs- und Ausdrucksformen der dargestellten Tiere.

  • Inhalte 
    Bedeutung der Tiere in Mythen und Märchen verschiedener Kulturen. Unterschiedliche Erscheinungsformen von Tieren, z.B. als Stellvertreter von Menschen, als Helferfigur, als erlösungsbedürftiges Wesen, als Vision oder Traumbild. Archetypische Tierfiguren und ihre Verbindung zur realen Welt.


Psychologie: Entwicklungstheorien

  • Ziele
    Die Studierenden kennen verschiedene Perspektiven und Schwerpunkte, mit denen je nach theoretischer Orientierung die Entwicklung von Kindern beschrieben wird.

  • Inhalte
    Tiefenpsychologische Entwicklungstheorien und bedeutsame Entwicklungsphasen. Der Streit um die Wirkung von Anlage- und Umwelteinflüssen. Ökologische Entwicklungstheorien. Systemische Theorien.


Medizinische Grundausbildung: Sinnesorgane

  • Ziele
    Die Studierenden erwerben sich Kenntnisse über den anatomischen Aufbau und die Funktion der Sinnesorgane sowie die neuronale Verarbeitung von Sinnesreizen.

  • Inhalte
    Anatomischer Aufbau von Auge, Ohr, Geruchsinn, Tastsinn, Geschmacksinn. Neuronale Verarbeitung der Sinnesreize.

 

Psychologie: Entwicklungsstörungen

  • Ziele
    Die Studierenden reflektieren ihre Erfahrungen und Überzeugungen zu den Bedingungen gesunder Entwicklung und zu den Hintergründen von Entwicklungsstörungen. An Beispielen von ausgewählten Entwicklungsstörungen wird das Zusammenwirken von verursachenden Bedingungen geklärt.
  • Inhalte
    Bedingungen gesunder Entwicklung, Schutzfaktoren und Risikofaktoren. Erklärungsansätze für Entwicklungsstörungen. Symptomatik ausgewählter Entwicklungsstörungen.

 

Abschluss mit Zertifikat

  • Leistungsnachweis
    Mit selbst gestalteten Figuren eine Szene (kurze Geschichte, Anfang einer Märchens, …) vorspielen, welche auf ein bestimmtes Zielpublikum ausgerichtet ist.(Spieldauer: 5 bis 15 Minuten)

  • Gespräch
    Diese Szene in Gestaltung, Spiel und Publikumswirkung reflektieren: Wie schätze ich meine Spielpräsenz, Spielfreude ein? Welche Momente schaffen Kontakt zum Publikum? Varianten und Möglichkeiten zum Ausbau der Szene vorstellen.

  • Schriftliche Arbeit
    Ein in der Szene verwendetes Symbol auswählen, analysieren und die Umsetzung begründen.
    (Umfang: 1 A4-Seite)

 

Kriterien

Gemäss Unterlagen Leistungsnachweis

 

Abschlussverfahren medizinische Grundausbildung 1. Teil

Abschlussverfahren Entwicklungspsychologie

 


Kontakt

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